Close to Perfection.

Glücklich zu sein ist ein Zustand, dem ich selten traue. Und wenn er eintrifft neige ich dazu, ihn für „nicht wahr“ zu halten. Aber tatsächlich muss ich zugeben, ich kann derzeit nicht anders, als zu glauben, dass ich es tatsächlich bin. Tatsächlich fehlt mir darin auch die Übung, ich war es schon lange nicht mehr. Nicht so wirklich. Nicht vollumfänglich.

Aber jetzt gerade… ich fühle mich tatsächlich, als wäre mir jegliche Last genommen worden. Falsche Scheu und Zurückhaltung? Nope. Angst und Selbstzweifel? Pah! Ich komme zum ersten Mal seit… langem? Oder überhaupt? …. naja, eben zum ersten Mal seit einer verdammt langen Zeit, in den Genuss, einfach ich selbst sein zu dürfen. Kein blödes Verstellen, kein „auf die Bremse treten“, kein „aufpassen was man sagt“ und erst recht kein „Mach dich lieber ein bisschen rar, das zieht besser!“. Alles Dinge, die nicht meinem Wesen entsprechen und die hart in meine Art eingreifen, wenn ich versuche mich an sie zu halten. Und mich dann damit zwangsläufig zum Depp mache, weil ich dann anfange, Dinge zu zerdenken.

Impulsiv. Direkt. Begeistert. Fasziniert. Gierig. Hart begehrend. Blödsinn labernd. Das sind so eher meine Dinger und ich stehe hart drauf, sie einfach so raus zu lassen, wie ich sie empfinde. Und seit ich das tun kann ist jegliches beschissene Gefühl wie weggeblasen. Ich fühle mich richtig. Und angenommen. Und auf eine Art und Weise erfüllt, die ich in diesem Leben vermutlich nicht mehr für möglich gehalten hätte.

Ich weiß noch nicht genau, wie genau das jetzt weiter gehen wird. Auch wenn ich doch schon zumindest vorsichtig wagen würde zu behaupten, dass ich eine grobe Richtung erkennen kann oder auch erhoffe. Aber das zu definieren ist noch gar nicht so wichtig. Wichtig ist: ich fühle mich sicher und aufgehoben. Und ich kann es genießen. Es ist bereits beinahe perfekt.

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Die Seele baumelt.

Tja, und wie erwartet brachte mir die neue, wenn auch hart verdiente, Freiheit das erhoffte Seelenheil. Dieser ganze nervige und hektische Emotionskram hat sich weitestgehend in Luft aufgelöst. Also klar, es ist jetzt nicht auf magische Weise alles perfekt und frei von jeglichen Problemen und auch die gelegentliche Traurigkeit kommt hin und wieder auf. Aber alles im „normalen“ Rahmen, nichts was mich groß verstören würde und nichts, was mich all zu sehr aufwühlen würde. Denn insgesamt gehts mir ziemlich gut. Also so richtig.

Mag auch daran liegen, dass ich zumindest meiner Schreiblust derzeit so hart nachgeben kann, da kann keiner dieser kleinen Texte hier mithalten ^^ Wenn ich viel Tippen darf hab ich ja meistens gute Laune, vor allem wenn der Inhalt dann auch noch Substanz hat. Und noch mehr, wenn daraufhin auch entsprechende Antworten kommen 🙂 Von daher hebt das meine Laune derzeit schon deutlich.

Aber auch so gibt es – ja, mal von der fucking Hitze abgesehen, um das auch mal zu erwähnen – für mich derzeit nicht wirklich was zu Jammern. Selten aber doch. Klar bleibt wie immer abzuwarten, wie lange dieser Zustand anhalten wird, ich genieße so was ja immer eher mit Vorsicht. Aber nichtsdestotrotz nehme ich mir heraus, es zu genießen.